Dies ist das Archiv der alten DFG-VK-Webseite. Sie war von 2007 bis 19. Oktober 2015 online. Schau Dich gern um.
Die aktuelle Seite findest Du unter www.dfg-vk.de.

Der Begriff Pazifismus steht heute neben der Ablehnung von Krieg und Gewalt auch für aktives gewaltfreies Handeln und der Suche nach gewaltfreien Lösungen von Konflkiten. Diskussionen gibt es darum natürlich auch weiterhin. Hier haben wir einige Diskussions- und Handlungsbeiträge dazu aufgeführt. Die theoretische Auseinandersetzung findet im von verschiedenen sich pazifistisch nennenden Organisationen herausgegebenen FORUM Pazifismus statt.

Winter der Friedensbewegung?10.05.2015

Monty Schädel, Ostermarsch 2015

Ein Interview mit Monty Schädel (DFG-VK)
entnommen der (29.04.2015)

Monty Schädel (geboren 1969 in Grevesmühlen) ist seit 2007 Politischer Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK). Seit der „Wiedervereinigung“ ist der Antimilitarist in Bereichen der Antifa-, Friedens-, Flüchtlings- und Sozialpolitik aktiv. 2014 war er Mitinitiator des sogenannten „Friedenswinters“, von dem er sich mittlerweile distanz...[weiterlesen]

„Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit“05.01.2015

Monty Schädel, 26.04.2014 Berlin

Am Wochenende erinnern Zehntausende wieder an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht und setzen damit ein Zeichen gegen Kapitalismus und Krieg
Monty Schädel ist Politischer Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)

UZ: An diesem Wochenende findet in Berlin das traditionelle Gedenken an die Kommunisten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht statt. Welche Bedeutung haben diese beiden Persönlichkeiten für die Friedensbewegung...[weiterlesen]

Überlegungen zum Ukraine-Konflikt13.03.2014

Ukraine-Russland-Krim

Von Andreas Buro *

Es war am Ende des West-Ost-Konflikts als US-Präsident Bush sen. und US-Außenminister Baker Michael Gorbatschow versicherten, die Staaten des ehemaligen Warschauer Pakts würden nicht Mitglieder der NATO werden. Die NATO würde also nicht an die Grenzen der Sowjetunion rücken. Man konnte sich demnach vorstellen, es würde ein cordon sanitaire entstehen – bestenfalls sogar eine Zone der Vermittlung zwischen West und Ost.

Nichts dergleichen ges...[weiterlesen]

200 Abos für Forum Pazifismus dringend nötig04.03.2014

http://www.forum-pazifismus.de

Einzigartiges Zeitschriften-Projekt zu Pazifismus und Gewaltfreiheit gefährdet

Im Frühjahr 2004 ist die erste Ausgabe von Forum Pazifismus – Zeitschrift für Theorie und Praxis der Gewaltfreiheit erschienen – und Ende letzten Jahres die Nummer 40. Damit diese nicht die letzte Ausgabe bleibt, werden dringend neue AbonnentInnen gesucht.

Warum das weitere Erscheinen der Zeitschrift fraglich ist

Das Forum Pazifismus ist ein gemeinsames Projekt ve...[weiterlesen]

Mehrheit oder Konsens?20.02.2014

Zivilcourage 1/2014 - Titel: Militärseelsorge abschaffen

Über angemessene Entscheidungsverfahren in der Friedensbewegung
Von Kai-Uwe Dosch und Renate Wanie

Mehrheitlich getroffene Entscheidungen in Friedensgruppen sind manchmal sehr umstritten, wenn nicht umkämpft. Ein gutes Beispiel für diese Widersprüchlichkeit zwischen friedlichen Inhalten und umkämpften Entscheidungen stellt die Beratung über das Programm auf dem letzten Bundeskongress der DFG-VK dar.
Dies ist ein guter Anlass für eine Beschäftigung mit den En...[weiterlesen]

BoA und Uno20.02.2014

Zivilcourage 1/2014 - Titel: Militärseelsorge abschaffen

Bundeswehr kann abgeschafft werden zugunsten einer übergeordneten Organisation (z.B. der Uno)
Von Thomas Rödl

„Bundeswehr abschaffen“ oder „Militär abschaffen“ ist eine richtige Parole, aber noch kein politisches Konzept. „Bundeswehr abschaffen“ meint die bedingungslose einseitige Abrüstung der BRD, aber als Einstieg in und als Beitrag zur allgemeinen und vollständigen Abrüstung. Es bedeutet also ausdrücklich nicht: BRD ohne Militär – und ansonsten ble...[weiterlesen]

Pazifismus - Antimilitarismus - wo steht die DFG-VK?20.02.2014

DFG-VK LV Bayern

Ein Diskussionspapier von Thomas Rödl (Stand 18.04.2013)

1. Pazifismus

Die DFG-VK definiert in ihrem Grundsatzprogramm den politischen Pazifismus:
Jeder Krieg ist ein Verbrechen...; wir verweigern alle Kriegsdienste...; wir wollen gewaltfreie Konfliktlösungen durchsetzen...
wir wollen die allgemeine und vollständige Abrüstung, die Abschaffung der Bundeswehr..
Frieden bedeutet die Verwirklichung von politischer, sozialer, und ökonomischer Ge...[weiterlesen]

Rezension - Ian Morris: Krieg. Wozu er gut ist. 23.12.2013

ZC 2013-5 Titel: Friedenspolitische Kritik am Koalitionsvertrag

(Campus Verlag, Frankfurt/New York 2013; 572 Seiten; 26,99 Euro) von Gernot Lennert

„Fortschritt durch Krieg?“ Diese Frage prangte in Riesenlettern auf einem Plakat auf der Frankfurter Buchmesse. Beworben wurde das im Campus-Verlag erschienene Buch „Krieg. Wozu er gut ist“ des in den USA lehrenden aus England stammenden Archäologen und Althistorikers Ian Morris.
In der Ankündigung der Buchvorstellung in der Deutschen Nationalbibliothek hieß es, dass laut Morris ...[weiterlesen]

Krieg. Wozu er gut ist – ABSOLUTELY NOTHING01.12.2013

Krieg beginnt hier

Rezension und Auseinandersetzung mit Ian Morris: Krieg – Wozu er gut ist.

Als deutsche Version eines erst im April nächsten Jahres zur Veröffentlichung geplanten Werkes War. What is it Good for? erschien im September 2013 im Campus-Verlag das Buch Krieg – Wozu er gut ist (das ‚öffnende Fragezeichen‘ der vorgesehenen englischen Originalausgabe hat der Campus-Verlag dabei offensichtlich gleich weggelassen…). Der von Ian Morris verfasste Titel bezieht sich auf Springstee...[weiterlesen]

Kampf dem Pazifismus19.11.2013

Wie lange steht DIE LINKE noch zu ihrem Plakat

Links­par­tei – Ei­ni­ge Re­for­mer in der Par­tei wol­len auf SPD und Grüne zu­ge­hen. Sie schlie­ßen Mi­li­tär­ein­sät­ze nicht mehr ge­ne­rell aus. Dies kann sich bei der nächs­ten Wahl rä­chen

Es ist eine Krux mit dem Pa­zi­fis­mus der Links­par­tei. Soll­te man alle Krie­ge ab­leh­nen? Für die einen ist es eine un­um­stöß­li­che po­li­ti­sche Über­zeu­gung und ein Al­lein­stel­lungs­merk­mal der Par­tei, für die an­de...[weiterlesen]

Keinen Segen für das Militär! Militärseelsorge abschaffen!17.04.2013

Militaerseelsorge-abschaffen.de

von: Rainer Schmid

Es gibt in Deutschland ungefähr 100 evangelische und 100 katholische Militärpfarrer. Auf evangelischer Seite gibt es auch ein paar Militärpfarrerinnen.

Militärpfarrer werden von ihrer Heimatkirche für circa 6 Jahre freigestellt. Sie werden vom Militärischen Abschirmdienst überprüft, sie werden Bundesbeamte auf Zeit, sie leisten einen Beamten-Eid, sie haben ihr Büro in der Kaserne, sie fahren Dienstwagen der Bundeswehr, sie werden direkt v...[weiterlesen]

Wer aus seinen Fehlern nicht lernt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen15.01.2013

www.soziale-verteidigung.de

EIN KOMMENTAR ZU MALI von Christine Schweitzer

Das zeigt sich deutlich an der derzeitigen Diskussion um die Frage, wer mit welchen Mitteln von außen in Mali eingreifen soll. Spätestens seit der Übergangspräsident, der nach dem Militärputsch im letzten Frühjahr eingesetzt wurde, Frankreich um militärische Hilfe gebeten hat, wird in der deutschen Öffentlichkeit nur noch über das Für und Wider einer Beteiligung an der oder den ausländischen Militäraktion(en) diskutiert.[weiterlesen]

120 Jahre Deutsche Friedensgesellschaft - Pazifismus gestern und heute31.10.2012

zerbrochenes Gewehr - http://www.dfg-vk.de

Fr, 2.11.12, 19.00 Uhr
Vortrag 1: Dr. Guido Grünewald, Historiker, DFG-VK:
120 Jahre Deutsche Friedensgesellschaft

Vortrag 2: Prof. Dr. Theodor Ebert, Friedensforscher:
Die Politikfähigkeit des Pazifismus - Das Potential der Gewaltfreien Aktion

anschließend Diskussion

Ort: Pacellihaus der Katholischen Erwachsenenbildung im Zentrum von Erlangen, Sieboldstr. 3
Kostenbeitrag 5 €


Fachtagung am Sa, 3....[weiterlesen]

Geschichte und Aktualität des politischen Pazifismus29.10.2012

120-Jahre DFG-VK Hessen

120 Jahre Deutsche Friedensgesellschaft - 120 Jahre politischer Pazifismus

Die DFG-VK Frankfurt lädt ein zur Jubiläumsveranstaltung
am Donnerstag, 8. November 2012 19.30 Uhr
FRANKFURT a.M., Katholische Hochschulgemeinde, Campus Westend, Siolistr. 7 (U Holzhausenstr.)

Vortrag und Diskussion mit
Dr. Guido Grünewald, Köln, Historiker
Thomas Carl Schwoerer, Frankfurt, Verleger, Bundessprecher der DFG-VK

„Friedlich D...[weiterlesen]

Staatsgefährdende Friedenssymbole?15.07.2012

11001_Frieden schaffen

Prämiertes Friedenssymbol aus der DDR damals in der DDR verboten

Vor genau 30 Jahren luden die Vereinten Nationen PolitikerInnen und VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt zu ihrer Zweiten Sondertagung über Abrüstung in das Uno-Hauptquartier nach New York ein. Die Einladungen und die Materialien (Plakate, Aufkleber etc.), mit denen für diese Veranstaltung geworben wurde, waren mit einer Grafik versehen, die allen PazifistenInnen und KriegsdienstgegnerI...[weiterlesen]

„Wolf im Schafspelz“ oder geschickter Krisenmanager?18.03.2012

Münchner Friedenskonferenz 2012

Bemerkungen zu Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz
Von Thomas Rödl

Wenn mensch die Presse- und Medienresonanz der diesjährigen Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik betrachtet, entsteht der Eindruck, die Medienleute langweile der alljährlich gleiche Rummel im Hotel Bayerischer Hof. Die Berichterstattung war dürftig und beschränkte sich meist auf die aktuellen Themen Syrien und Iran. Weitere durchaus interessante Themen und Diskussionen...[weiterlesen]

Das Geld und die Revolution.21.10.2011

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Johan Galtung zu Libyen und einer verpassten Chance

von Bettina Röder

Haben Sie gerade Pazifismus gesagt?" Johan Galtung holt tief Luft. "Also, das ist eine Vokabel, die benutze ich nie", erklärt der Gründervater der Friedens-und Konfliktforschung im Gespräch mit Publik-Forum. Und schiebt dann auch schnell die Begründung hinterher: Weil das "ein Etikett" sei. "Viel wichtiger als Etiketten sind aber
die Methoden", sagt er. "Die Methode ist die Konfliktl...[weiterlesen]

IPPNW-Konferenz zu Perspektiven der Friedensbewegung (SB)08.10.2011

http://www.ippnw.de


Erörterungen zu drängenden Fragen von Krieg und Frieden

Die beispiellose Akzeptanz des Libyenkriegs in der deutschen Öffentlichkeit stellt die Friedens- und Sozialbewegung vor die Herausforderung, sich entschieden zu positionieren. Wenngleich im Falle deutscher Kriegsbeteiligung in Afghanistan wachsende Teile der Bevölkerung einen Abzug der Bundeswehr befürworten, ist von Kritik an der Intervention in Libyen wenig zu spüren. Das gilt für die politischen Parteien, un...[weiterlesen]

Unsere Aufgaben im Krieg20.08.2011

Plakat-Krieg desertieren

Unsere Aufgaben im Krieg
Zur Programmdebatte der DFG-VK
Von Frank Brendle

Deutschland ist im Krieg. Generäle und Politiker schreiben ihre strategischen Richtlinien, Weißbücher usw. seit 1990 beständig fort, aber die Friedensbewegung verharrt bei ihrer Programmatik auf dem Stand des Kalten Krieges.

Beim Thema „DFG-VK im Krieg“ wird sehr deutlich, dass das Programm der DFG-VK etliche weiße Flecken aufweist. Nichts von dem, was drin steht, ist ...[weiterlesen]

Neue "Pazifismusdebatte"? - Libyen: Fataler Präzendenzfall für interessengeleitete Intervention15.06.2011

http://www.friedenskooperative.de

von Mani Stenner

Der Krieg der "Koalition der Willigen" gegen das Gaddafi-Regime zeigte schon kurz nach Beginn der Bombardements die Eskalationsgefahren, vor denen viele Stimmen nicht nur aus der Friedensbewegung gewarnt haben. Nach Übernahme der Mission zum "Schutz der Zivilbevölkerung" nach Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrates betont selbst NATO-Generalsekretär Rasmussen, dass eine militärische Lösung nicht möglich sei. Die Aufständischen sowie die vorangespreschten R...[weiterlesen]

»Bush und Obama müßten als erste auf Anklagebank«28.05.2011

www.jungewelt.de

Libyen-Krieg: Der Westen will nicht nur Öl und Rache. Er will auch Chinas Einfluß eindämmen. Ein Gespräch mit Johan Galtung
Interview: Mirko Knoche

Der Schuldige am libyschen Bürgerkrieg ist ausgemacht. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat Revolutionsführer Muammar Al-GHaddafi wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Finden Sie das gerechtfertigt?

Während die Ankläger und Richter vorwiegend aus dem Westen stammen, sind die m...[weiterlesen]

Ein pazifistischer Blick auf Libyen30.03.2011

5109_libyen

von Prof. Dr. Andreas Buro (2. Fassung 30.3. 2011)

Beim militärischen Eingreifen der NATO in Libyen entstehen Zweifel über die wirklichen Motive. Warum greift der Westen nur in Libyen ein und nicht in Saudi-Arabien, Bahrein, Syrien, Israel, Simbabwe oder an der Elfenbeinküste? Warum wurden die Bemühungen um eine politische Lösung, die von der Afrikanischen Union aus Lateinamerika und von der Türkei ausgingen nicht unterstützt, sondern durch schnelle Bombenangriffe zunichte ...[weiterlesen]

„Nur“ für Frieden zu sein ermöglicht Krieg „mit“!01.03.2011

Plakat-Krieg sabotieren

Zur DFG-VK-Programmdiskussion: Provokation als antimilitaristisches Aktionswerkzeug
Von Eugen Januschke

Im Unterschied zum so genannten Kalten Krieg führt Deutschland heute handfeste Kriege. Damit muss das Ziel der DFG-VK nicht nur die Beseitigung von Kriegsursachen und die Reduzierung der strukturellen Kriegsführungsfähigkeit Deutschlands sein - beides bleiben wichtige und langfristige Aufgaben für die DFG-VK -, sondern es bedarf verstärkter Anstrengungen, signifikan...[weiterlesen]

Guttenberg-Affäre - Das Verschwinden des Krieges21.02.2011

http://www.fr-online.de

Die Methode Guttenberg bedeutet, unabhängig vom Überleben ihres Protagonisten im Amt, das Ende der humanitären oder völkerrechtlichen Rechtfertigungen, der Begründungen und Rechtfertigungen überhaupt. Lesen Sie, wie das funktioniert....

Der Krieg der Regierenden um die Köpfe hat eine neue und nicht ungefährliche Dimension angenommen. Gefährlich übrigens nicht nur für diejenigen, die Kriege insgesamt und/oder speziell den Afghanistan-Krieg ablehnen. Sondern gefährlich f...[weiterlesen]

Was ist eigentlich Pazifismus?04.02.2011

www.idk-berlin.de

Zur Klärung eines politischen Begriffs


Es ist sinnvoll von Zeit zu Zeit politische Positionen zu reflektieren, bzw. politische Begriffe zu klären. Kann der Begriff Pazifismus heute für uns von Bedeutung sein?

Der Begriff

Das Wort Pazifismus wurde zuerst 1901 von E. Arnaud in der Tageszeitung Indépendance Belge gebraucht. Als Pazifisten sollten die Anhänger der Friedensbewegung bezeichnet werden, die mit individuellen und kollektiven Mitte...[weiterlesen]

Was ist eigentlich Anti-Militarismus04.02.2011

www.idk-berlin.de



Im Anti-Militarismus (AMI) lassen sich im wesentlichen zwei Entwicklungslinien der Kritik am Militarismus ausmachen, die bis in die Mitte des 19. Jahrh. zurückreichen. Es sind die politischen Theorien des Liberalismus und des Sozialismus.

Liberaler Anti-Militarismus

Der Liberalismus des 19. Jahrhundert trennte die Gesellschaft im wesentlichen in zwei Bereiche, in eine zivile Sphäre und in eine militärische. Die Liberalen wendeten sich zum Beispiel...[weiterlesen]

Friedensgedicht – Für das Leben! „Bist du das Gesicht?“03.02.2011

Friedenstaube (bunt) - Afghanistan-Appell 2010

von Monika Riemer

Bist du das Gesicht, dass ich kürzlich,
während der Tagesschau für zwei Sekunden in der Fotogalerie des Todes -
zum traurigen Medien-Star aufleuchten sah?

Bald vier Jahre ist es nun her:
Ich stand vor dir im Zug nach Berlin.
Es war ein sonniger, schöner Tag.
Du schautest mich an:
Lachend, mit stolzem Gesicht.
Fest eingedrückt in Kameraden-Schar.
Spiel-Karten in der Hand . -
Wie...[weiterlesen]

Maj Britt Theorin: Kein Klima des Friedens ohne volle Beteiligung von Frauen20.12.2010

Zivilcourage 2010 05 Die NATO - altes Kriegsbündnis mit neuer Strategie

Seit dem Jahr 411 vor unserer Zeitrechnung (als Aristophanes das Drama Lysistrate schrieb) bis heute bekommen Frauen zu hören, sie sollten sich in die Kriege der Männer und ihre Friedensabkommen nicht einmischen. Aber mensch kann keinen dauerhaften Frieden schaffen, ohne die Hälfte der Weltbevölkerung an der Lösung von Konflikten, Vermittlungen und Friedensverhandlungen teilhaben zu lassen.

Vor inzwischen 10 Jahren hat der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1325 verabschiedet, ...[weiterlesen]

Bei Abriss Aufstand - Die Schwaben proben die Revolution14.11.2010

Zivilcourage 04-2010 Wehrpflicht? ... und tschüss!

Von Wolfgang Sternstein (für ZivilCourage – Das Magazin für Pazifismus und Antimilitarismus – 4/2010)

Wie kann die Umgestaltung des Bahnhofs der Landeshauptstadt Stuttgart einen derartigen Aufstand auslösen?“, so mag sich mancher Zeitgenosse fragen und sich verwundert die Augen reiben. Sind das noch die fleißigen, strebsamen und kreuzbraven Schwaben, die Baden-Württemberg zum „Musterländle“ der Republik gemacht haben? Gibt es denn wirklich keine wichtigeren Themen?...[weiterlesen]

Die Menschen entdecken ihre Stärke, wenn sie sich einig sind14.11.2010

Zivilcourage 04-2010 Wehrpflicht? ... und tschüss!

Interview mit Gangolf Stocker, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen das Projekt Stuttgart 21 (in ZivilCourage – Das Magazin für Pazifismus und Antimilitarismus – 4/2010)


Warum ist der Protest so groß und erfolgreich?

Weil Stuttgart 21 ein alle Bevölkerungsschichten übergreifendes Thema ist. Im Protest einigt sich z.B. die so genannte (wohlhabende) Halbhöhenlage mit dem (armen) Stuttgarter Osten. Alle sind gut informiert. Es gibt viele „Zugänge...[weiterlesen]

Die Friedens- und Konfliktforschung stärken – Deutsche Stiftung Friedensforschung ausbauen. 07.10.2010

Kathrin Vogler

Rede der ehemaligen Bundesgeschäftsführerin der DFG-VK und des BSV Kathrin Vogler, heute immer noch aktiv in der Friedensbewgung und für uns im Bundestag (Fraktion DIE LINKE) heute im Bundestag:

ToP 23 Die Friedens- und Konfliktforschung stärken – Deutsche Stiftung Friedensforschung ausbauen.
 
Herr/ Frau Präsidentin
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
für die Fraktion DIE LINKE bedanke ich mich beim Kollegen Röspel und der SPD-Fraktion...[weiterlesen]

Friedenstauben und Soldatengeschick06.09.2010

Friedenstaube - Afghanistan-Appell 2010

Welche Wege schlägt die pazifistische Bewegung ein? Anmerkungen zum Antikriegstag 2010

Von Peter Bürger

Mit schöner Regelmäßigkeit zeigen Umfragen, dass eine sehr deutliche Mehrheit der Menschen in diesem Land den Afghanistan-Krieg ablehnt. Militarismus und Kriegsbegeisterung sind in der Zivilgesellschaft allenfalls als Randerscheinungen auszumachen. Dass die Bundeswehr ihre Propaganda-Aktivitäten immer aggressiver in Schulen, Arbeitsämtern, Kommunen, Medien ...[weiterlesen]

Libertärer Antimilitarismus tut Not01.09.2010

Friedenstaube (bunt) - Afghanistan-Appell 2010

von Peter Bürger

Globales Kommunikationszeitalter oder Weltkriegsordnung? Ein pazifistischer Zwischenruf zum Antikriegstag 2010

Freiheitliche Verhältnisse und eine Militarisierung der Gesellschaft, wie sie sich insbesondere auch im Bereich der Alltags- und Massenkultur vollzieht, schließen einander aus. Moderne Technologie- und Kulturszenen müssen sich deshalb fragen, was sie der selektiven und formalistischen Freiheitspropaganda der neoliberalen Ära entgegense...[weiterlesen]

PAXX - Peace Action Trainings 201007.05.2010

Aktionskonferenz Peace Action Trainings- PAXX 2010

Kreative Aktionen und gewaltfreier Protest - Aktionstrainings für die Friedensbewegung von Roland Blach

Der Einsatz für eine nichtmilitärische Abrüstungs- und Friedenspolitik ist notwendiger denn je: In Afghanistan eskaliert der Krieg mit deutscher Beteiligung. Die Ablehnung in der Öffentlichkeit wächst stetig. Personen und Organisationen der Friedensbewegung haben Vorschläge vorgelegt, wie durch Verhandlungen der kriegerische Konflikt bearbeitet werden kann. Diese müssen...[weiterlesen]

„Feste feiern, wenn sie fallen“ 22.02.2010

Y-Kampagne

Berliner DFG-VK-Aktive äußern sich zu ihrer bundesweit umstrittenen Aktion (in ZivilCourage 1/2010 - )

(Red.) Unter dem Motto „Feste feiern, wie sie fallen“ ruft der Berliner DFG-VK-Landesverband mit der „Tag Y“-Aktion dazu auf, am Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin mit Champagner zu feiern, wenn ein Bundeswehrsoldat in Afghanistan „fällt“. Das hat zu öffentlicher Empörung und zu heftiger Kritik innerhalb der DFG-VK und Distanzierungen geführt, der Bundessprecherk...[weiterlesen]

Afghanistan-Debatte06.02.2010

Thomas Carl Schwoerer

Leserbrief vom DFG-VK Bundessprecher Thomas Carl Schwoerer als Reaktion auf einen Kommentar unter dem Titel "Käßmanns Pazifismus hilft nur den Kriegstreibern" vom Herausgeber der ZEIT Josef Joffe:


Was heißt es praktisch, wenn Politiker, Militärs und Journalisten "Verantwortung" übernehmen für einen angeblich notwendigen Krieg? Tatsächlich bezahlen die Opfer des Kriegs - Zivilisten, Soldaten, Steuerzahler - die Zeche. War z.B. das Massaker von Kunduz verantwortungsvo...[weiterlesen]

Symbolisches Desaster - Das »Ehrenmal der Bundeswehr« soll dem Soldatentod mehr Achtung verleihen28.12.2009

http://www.forum-pazifismus.de

(von Eugen Januschke für Forum Pazifismus Nr. 24, Dezember 2009)

Anfang September 2009 ist in Berlin das »Ehrenmal« der Bundeswehr eingeweiht worden. Dort soll künftig der »infolge ihrer Dienstausübung verstorbenen« Militärangehörigen gedacht werden. Es soll einen Gedenkkult um den Soldatentod begründen, der Trost, Sinn, Legitimation und Motivation stiftet. Erreicht werden sollen sowohl Soldaten als auch deren Angehörige (bzw. »Hinterbliebene«) und die ganze Gesellsch...[weiterlesen]

„Responsibility to protect” (R2P) - Ein neuer Rechtfertigungsversuch für militärische Interventionen03.04.2009

http://www.versoehnungsbund.de

Von Ulrich Hahn

1. R2P steht für ein neues völkerrechtliches Konzept zur Rechtfertigung militärischer Interventionen, die weder materiell mit Hinweis auf Verteidigung noch formell mit einem Beschluss des UN-Sicherheitsrates nach Kapitel 7 der UN-Charta begründet werden können.

Sprachlich löst „R2P” den Begriff der „humanitären Intervention” ab, der inhaltlich das gleiche Anliegen verfolgte.
Ebenso wie der Begriff „humanitär” will auch das...[weiterlesen]

Forum Pazifismus - Zeitschrift für Theorie und Praxis der Gewaltfreiheit13.10.2008

http://www.forum-pazifismus.de

In der Zeitschrift, die vier mal im Jahr erscheint, erscheinen Beiträge aus pazidistischer sicht zu aktuellen Diskussionen und Ereignissen.


Forum Pazifismus wird gemeinsam herausgegeben von:

* DFG-VK e.V.; Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen; eMail office@dfg-vk.de; Internet
* Bertha-von-Suttner-Stiftung der DFG-VK
Braunschweiger Straße 22; 44145 Dortmund; Fon 0231-818032; Fax 0231-818032
eMail...[weiterlesen]

Gottloser Pazifismus22.02.2008

Wolfram Beyer: Kriegsdienste verweigern - Pazifismus aktuell

Der unter dem Titel „Kriegsdienste verweigern - Pazifismus aktuell" im Oppo-Verlag erschienene Band dokumentiert „libertäre und humanistische Positionen" mit der Absicht, die Verbindung von Pazifismus und Humanismus (womit in diesem Zusammenhang freidenkerische, atheistische und agnostische Positionen gemeint sind) zu fördern.

Das Buch ist durch eine zweifache Frontstellung gekennzeichnet: Einmal gegen die Dominanz religiöser Argumentationsweisen in den Friedensbewegungen, ...[weiterlesen]

Mahatma Gandhi: “Es gibt keinen Weg zum Frieden. Der Frieden ist der Weg"30.01.2008

Gandhi - von http://www.lebenshaus-alb.de

Gedanken zur Aktualität Gandhis anlässlich seines 60. Todestages am 30. Januar 2008

von Michael Schmid

Am 30. Januar 2008 ist es genau 60 Jahre her, seit der große indische Praktiker und Theoretiker der Gewaltfreiheit, Mohandas K. Gandhi, von einem Hindu-Fundamentalisten mit drei Revolverschüssen ermordet worden ist. Damit wurde dem Leben einer der größten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts ein Ende gesetzt. Unter Gandhis Führung beteiligten sich Millione...[weiterlesen]

Terroristen isolieren statt bekämpfen!29.01.2008

http://www.netzeitung.de

Im Kampf gegen die Taliban versagt das Militär. Kriegsgegner Thomas Carl Schwoerer beschreibt Alternativen zum konventionellen Kampf und verweist auf ein historisches Vorbild.

Vor 60 Jahren, am 30. Januar 1948, starb der Mahatma Gandhi - erschossen in Neu-Delhi von dem Hindu-Fanatiker Nathuram Godse. Ausgerechnet der Mann, der Formen des gewaltlosen Widerstands entwickelte und ab 1920 letztlich erfolgreich gegen die britische Herrschaft in Indien umsetzte, kam durch ein terrorist...[weiterlesen]

»... da platzte aus einer dunklen Zeit ein neues Weltalter!«10.11.2007

Konstant Wecker - www.wecker.de

Über pazifistische Krieger und kriegerische Mönche. - Ein Gespräch mit Konstantin Wecker führte Donna San Floriante in der jungen Welt vom 10.11.2007
Konstantin Wecker ist Musiker und Sänger. Er spielt am 15. November ab 20 Uhr im Berliner Tempodrom.

Donna San Floriante:
Konstantin Wecker, daß Sie konsequent gegen Kriegsbeteiligungen der Bundeswehr, gegen Sozialabbau und ein engagierter Antifaschist sind, dürfte den Leserinnen und Lesern dieser Zeitung bekann...[weiterlesen]

Pazifisten und die Bundestagswahl 2002: Wählen ­ ja oder nein?02.09.2002

www.DFG-VK.de

Streitgespräch zwischen Prof. Theodor Ebert und Rechtsanwalt Ullrich Hahn
(für ZivilCourage - Magazin für Pazifismus und Antimilitarismus)


Zivilcourage: Für den 1984 gestorbenen DFG-VK-Präsidenten Martin Niemöller war die Frage "Was würde Jesus dazu sagen" eine zentrale Leitfrage für sein Urteil und sein Handeln. Ihr seid als Pazifisten beide auch in der evangelischen Kirche sehr aktiv. Was sagt Euch Niemöllers Leitfrage für die Beteiligung an staatlichen ...[weiterlesen]

Mobil machen gegen den Krieg27.03.2002

www.graswurzel.net

Bernd Drücke zu den Aufgaben alternativer Medien

Dr. Bernd Drücke (36) ist Soziologe in Münster und hauptamtlicher Redakteur der gewaltfrei-anarchistischen Monatszeitung "Graswurzelrevolution" (GWR) und seit dem Kongress "Vom Fernsehbild zum Feindbild?" Mitglied der DFG-VK. Über den Medienkongress und die Rolle alternativer Medien sprach er für die Zivilcourage mit Kathrin Vogler.


ZivilCourage: Bernd, die GWR ist wohl eine der ältesten bundesweit ersc...[weiterlesen]

Aktuelles zum Thema

Aktionsappell der DFG-VK  zum 8. Mai 2015

22.03.2015: Am 8. Mai dieses Jahres jährt sich die Befreiung von Faschismus und Krieg zum siebzigsten Mal. Als politische Pazifistinnen und Pazifisten in der DFG-VK stehen wir in der Verantwortung, der Millionen Opfer zu gedenken und an das Vermächtnis des Widerstandes gegen die NS-Diktatur zu erinnern: Nie w... [weiterlesen]

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